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Archive for October, 2009

Seniorenfreundliche Gemeinde Illingen

Ist das eine Epochenwende? Schon jetzt ist erkennbar, dass der demographische Wandel die Gesellschaft fundamental verändert. Die Einwohnerzahlen sinken, Deutschland schrumpft. Doch nicht die Schrumpfung, sondern die Alterung ist die große Herausforderung unserer Gesellschaft. Das wissen wir zwar schon länger, aber bisher haben nur wenige Kommunen die Herausforderung angenommen. Noch immer gilt in der Politik das Jugend-Paradigma. Wir wollen dies ändern. Alter ist in unserer Politik kein Stigma, sondern selbstverständlicher Teil der Lebenswirklichkeit. Wir wollen überkommene Alter(n)sbilder überwinden, Sozialnetzwerke stärken, Sozialkapital durch Partizipation gewinnen und mit integrierter Städtebau-, Gesundheits- und Sozialpolitik eine generationengerechte Zukunft bauen. Selbstständigkeit und Selbstbestimmung älterer Menschen sind Trumpf. Das bedeutet aber, dass Wohnung und Wohnumfeld, Einkaufen, Dienstleistungs- und Gesundheitsangebote unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit bzw. eines „Designs for All“ ausgerichtet werden. Dabei müsse ältere Menschen bei Planungen und  Entscheidungen im Sinne einer „Good Governance“ partizipieren. Wir haben uns viel vorgenommen – und schon viel erreicht. Das macht Mut, auch für andere Kommunen. Ohne die massive Unterstützung der Ehrenamtlichen wäre dies unmöglich. Aber auch die Profis werden gebraucht. Im Netzwerk Hand in Hand arbeiten, über Generationen hinweg, das ist das Prinzip der Zukunft. Dann ist der demographische Wandel nicht Problem, sondern Chance.  

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Meine frühen Fachartikel für Sportzeitschriften

Durch Zufall einen alten Karton mit Belegexemplaren entdeckt. Sieh an: Mit 17 hatte ich den ersten Fachartikel geschrieben.  

 

Kreativität im Sportunterricht

Turnen und Sport, Celle, 10/1974; S. 225-226

1974

 

 

es folgten viele weitere:

 

Die Problematik der Kreativität im Sportunterricht

Turnen und Sport, Celle, 6/1975, S.121-122

1975

 

Die Folgen der Streß-Strategie im Sportunterricht

Turnen und Sport, Celle, 11/1976, S.243-244

1976

 

Selbstverwirklichung durch Leistungssport!

turnerjugend, Celle, 3/1976, S. 54

1976

 

Bedingungen für einen kooperativen Sportunterricht

Turnen und Sport, Celle, 11/1977, S.245

1977

 

Innovationen im Schulsport – Aspekte einer Neuorientierung

Turnen und Sport, Celle, 10/1979, S.218-220

1979

 

Kürübungen im Nachwuchsturnen

Praxis der Leibesübungen, Bad Homburg 11/79, S. 215-216

1979

 

Seitpferdturnen

Turnen und Sport, Celle, 12/1979, S.271-272

1979

 

Chinas Turnerinnen eine Klasse besser

deutsches turnen, Celle, 25/26/1979, S.564-565

1979

 

Handstandüberschlag für Nachwuchsturner beim Pferdsprung

Der Übungsleiter, Bad Homburg, 10/79, S. 39

1979

 

Methodische Erarbeitung der T 3 am Boden (Mädchen)

Turnen und Sport, Celle, 7/1981, S. 152-155

1981

 

Nachwuchstraining im Gerätturnen der Mädchen

Turnen und Sport, Celle, 9/1981, S. 196-198

1981

 

Kreativität : mehr als ein Modewort ? Zum Stand der Diskussion

SportPraxis in Schule und Verein, Bad Homburg,  6/81, S. 111-112

1981

 

Kreativität : mehr als ein Modewort ? Zum Stand der Diskussion (2)

SportPraxis in Schule und Verein, Bad Homburg,  7/81, S. 131-132

1981

 

Jogging – Erweiterung sinnlicher Wahrnehmungen ?

SportPraxis in Schule und Verein, Bad Homburg, 6/82, S. 113-114

1982

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Reinhold Messner stiftet Sinn in Illingen – Ein Mann versetzt Berge

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

in der letzten Woche ist er 60 Jahre alt geworden: Bernhard Schmidt, Leiter des Illinger Bauhofs. Ob bei Vereinen, Feuerwehr, THW, ob bei Kollegen oder Gemeinderatsmitgliedern, überall wird Bernhard Schmidt geschätzt und anerkannt. Er sieht aus wie ein Gemütsmensch, er ist auch Gemütsmensch bei gesellschaftlichen Ereignissen, und wie der Chef pflegt auch er gelegentlich das lockere, offene Wort. Aber wenn es ernst wird, ist er sehr konsequent in der Umsetzung. Da kann der Gemütsmensch ziemlich ungemütlich werden. Aus dem Bauhof hat der THW’ler eine schlagkräftige Truppe geformt, die immer da ist, wenn man sie braucht, und die mit Qualität Akzente setzt. Wohl keine andere Gemeinde im Kreis hat solche Grünanlagen (Burganlage, Kreisel, Friedhofspflege). Und auch Events wie der Viehmarkt oder der Wurstmarkt sind kaum zu toppen. Ohne den Bauhof und Bernhard Schmidts engagierte Truppe gäbe es diese „Events“ vermutlich gar nicht mehr, auch nicht den Rosenmontagszug, nicht das Burg- und Weiherfest. Die „Bauhöfler“ leisten logistische Unterstützung, flicken Straßenschäden, sichern Gefahrenstellen ab, sind in Retter, wenn Tiere in Not sind, helfen Ortsvorstehern und Vereinen. „De Bernhard“ hat das alles im Griff.

Dabei ist er, der Träger der Bundesverdienstmedaille und Ehrenamtler, der auch in der internationalen Jugendarbeit Anerkennung genießt (Europäische Jugendbegegnungen in der Kriegsgräberpflege), ein Musterbeispiel dafür, wie man durch Fleiß, Lernbereitschaft und soziales Verhalten den Aufstieg schafft. Er hat es vom Raupenfahrer auf der Deponie zum Chef der „Service Einheit Technik“ geschafft, wie der Bauhof nun neumodisch heißt. Wissbegierigkeit, Flexibilität, Loyalität, Engagement und Teamfähigkeit sind dafür wichtige Voraussetzungen. An der Uni und in Managementseminaren wird gelehrt, man solle allzu große Nähe zu Mitarbeitern vermeiden und Distanz halten. Das ist offensichtlich eine Irrlehre. Wer ein gutes Verhältnis zu Mitarbeitern pflegt, stellt fest, dass sie dies vielfach zurückgeben. Vielleicht ist auch das ein Geheimnis unseres Erfolgs. Herzlichen Glückwunsch zum 60!

Ganz andere Aufstiege hat der König der Bergsteiger geschafft: Am letzten Montag hat Reinhold Messner in der Illipse mit Filmen und Bildern erzählt, wie er’s gepackt hat. Sein unbändiger Wille ist faszinierend. Er liebt Herausforderungen und sagt: „Am besten scheinen sich die Menschen zu konzentrieren, wenn sie ein bisschen stärker als gewöhnlich gefordert werden.“ Er steht zu seinen Fehlern, präsentiert sein neues Buch „Westwand“ mit dem Untertitel „Prinzip Abgrund“ und fasziniert durch seine Art. Illingen war für ihn Zwischenstation zwischen Frankfurter Buchmesse und USA. Ein bisschen skeptisch war er wohl vorher, wie das denn wird im Illtaler Flachland. Schon während der Veranstaltung aber war er überzeugt, dass dieses „Biwak“ im Illtal richtig war.   Dass er die Illipse und das Team um Christoph Schmidt,  Michael Saar und Rosel Resch sehr gelobt hat, freut uns. Und wir freuen uns, dass Jutta Johannes, die Chefin der Kerpenbuchhandlung, den Mut hatte, eine solche Megaveranstaltung zu stemmen. Das war toll für Illingen und für die Region – und ziemlich mutig. Man kann also doch Berge versetzen. Danke auch den Sponsoren, allen voran Ingolf Winter von „prowin“, dass das möglich war. Der hatte noch einen Star nach Illingen gelost: Joey Kelly von der Kelly-Familiy, der inzwischen zum international geschätzten Extremsportler geworden ist und sich vor allem auf Triathlon-Herausforderungen versteht, war ebenfalls unter den Referenten. Der große Charismatiker aber war Messner. Er strahlt eine ungeheure Ruhe aus. Ein Satz Messners ist bei vielen haften geblieben: „Sinn wird uns nicht von außen eingetrichtert. Wir geben Sinn.“ In der Hoffnung, dass auch Sie Berge versetzen und Sinn geben können, wünsche ich Ihnen eine gute Woche

Ihr Bürgermeister Armin König

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