Armin König on Feb 25th 2010 Armin König, Uchtelfangen, Umwelt, Wirtschaft, Wirtschaftsethik, Ökologie


Heute bin ich zusammen mit der Umweltministerin bei der Firma Lesch in Uchtelfangen, die als erster Betrieb in der Gemeinde die europäische ökologische EMAS-Zertifizierung absolviert hat und die Urkunde erhält. Wir freuen uns auf eine Mitstreiterin. Die Gemeinde Illingen selbst ist bereits seit 2003 EMAS-zertifiziert.
Dieses Zertifikat wird jährlich überprüft und beinhaltet folgende Punkte:
Minimierung der Umweltauswirkungen (z. B. Verbrauch an Energie, Wasser, Stoffen und Materialen)
Regelmäßige Kontrolle der Einhaltung von umwelt- und sicherheitsrechtlichen Gesetzen und Vorgaben (Haftungsproblematik)
Kosten- und Zeitersparnis durch Kontrolle und Optimierung von Verbräuchen und Abläufen
Qualitätsmanagement durch:
- klare Strukturierung umwelt- und sicherheitsrelevanter Abläufe
- klare Ausweisung von Zuständigkeiten
- klare Zeitvorgaben und Fristen
- Controlling
EMAS-Teilnehmer sind:
verantwortungsbewusst: sie tun mehr für den Umweltschutz als sie müssten – unter aktiver Beteiligung der Mitarbeiter
glaubwürdig: sie lassen sich regelmäßig durch unabhängige und staatlich zugelassene Umweltgutachter überprüfen
innovativ: sie arbeiten an der ständigen Verbesserungen ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen
transparent: sie informieren offen über ihre Arbeit und suchen den aktiven Dialog mit der Öffentlichkeit
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Armin König on Feb 6th 2010 Armin König, Soziale Marktwirtschaft
Erstaunliches tut sich in der Bundesrepublik Deutschland: Kanzlerin Angela Merkel und Ex-Sachsen-MP ("König Kurt") Biedenkopf zweifeln gleichermaßen am Wachstumsparadigma der Gesellschaft. Mir gefällt diese Entwicklung.
So lesen wir im Open Report: "Merkel will breitere Diskussion über Wirtschaftsstrategie bis 2020". Weiter heißt es in dieser Meldung: "Berlin. Deutschland und Frankreich wollen im Europäischen Rat die Diskussion über eine Wirtschaftsstrategie für das Jahr 2020 verbreitern. "Wir müssen lernen, den Wachstumsbegriff für das 21. Jahrhundert neu zu definieren", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel heute in ihrem neuen Video-Podcast. Es gehe nicht nur um die ökonomischen Wachstumsgrößen, sondern "um ein Wachstum, das nachhaltigen Wohlstand sichert". Sicherheit, Lebensqualität, Gesundheit und der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen spielten dabei eine entscheidende Rolle. Nächsten Donnerstag wollen die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel über die Wachstums- und Wirtschaftsstrategie bis 2020 beraten. (dts Nachrichtenagentur)
Der CDU-Vordenker Kurt Biedenkopf sieht einen zwingenden Zusammenhang zwischen der gigantischen Staatsverschuldung und einem falschen gesellschaftlichen Wachstumsverständnis. Danach müsse Wachstum durch immer höhere Staatsverschuldung erkauft werden. Dieser Weg aber führe in die Katastrophe. Das sagte Biedenkopf der WELT. Nach meiner Kenntnis ist dies ein Paradigmenwechsel bei Biedenkopf .Immerhin hat der Vordenker noch rechtzeitig die richtigen Schlüsse gezogen: "Man hat geglaubt, Märkte stabilisieren sich von selbst, begrenzen sich von selbst.“ Dies habe sich jedoch als Irrglaube erwiesen. Bei Gütermärkten, die eine echte Nachfrage zur Voraussetzung haben, gebe es eine natürlich Begrenzung. „Dort sagen die Menschen irgendwann: Ich brauche eigentlich nichts mehr, weil ich schon alles habe. Bei Finanzmärkten gibt es das aber nicht, weil man von Geld nie genug haben kann.“ Da sich Märkte nicht aus eigener Kraft ins Gleichgewicht bringen, müsse der Staat handeln. Als Ursache wachsender Staatsverschuldung sieht Biedenkopf allerdings ein grundlegendes Problem. Und zwar den ungebrochenen Glauben an ständiges Wachstum. Die gesamte Gesellschaft sei auf Wachstum ausgerichtet, dies sei eine Katastrophe. „Wir produzieren inzwischen nicht, um Nachfrage zu befriedigen, sondern wir erzeugen Nachfrage, damit wir produzieren können.“ Der Konsum werde zur Schlüsselfrage erklärt. Es gehe gar nicht mehr darum, ob die Leute das, was sie konsumieren, auch wirklich brauchen. „Ich habe nichts gegen Wachstum. Ich habe aber etwas gegen Wachstum, wenn es zu Lasten der Staatsfinanzen geht. Dann leihen wir uns das Wachstum von der kommenden Generation, um unsere gegenwärtigen Probleme zu erleichtern.“ Gleiches gelte für ein Wachstum zu Lasten endlicher Ressourcen. Auch dann werde die Zukunft in Anspruch genommen.
Armin König 2010
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Armin König on Dec 29th 2009 Armin König, Umwelt, Wirtschaft, Wirtschaftsethik
Es gibt Meldungen, über die man sich richtig freut. Wenn der alte Lautsprecher Hans-Werner Sinn, dieser "Guru" der Wirtschaftparawissenschaftler, mit dem "Dino des Jahres" ausgezeichnet wird, weil er einfach die Zeichen der Zeit nicht erkennen mag, dann ist das eine Genugtuung der besonderen Art. Olaf Tschimpke vom Nabu hat den ifo-Chef als "Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein" tituliert. Ich meine, das ist so richtig wie berechtigt. Wie ich mich freue, dass der sozial- und umweltfeindliche Flachsinn des sinnigen Sinn endlich die standesgemäße Würdigung erfährt… Vielleicht hilft dies ja, die Scheuklappensicht der modernen Wirtschaftswissenschaft zu revidieren.Strategieforscher sind längst weiter: Sie wissen, dass es neben Profit auch Kultur, Human-Ressourcen, Sozialkapital und emotionale Qualitäten gibt. Schlag nach bei Mintzberg…
siehe auch (zu Sinn und zum Crash des Kapitalismus)
http://politbuch.wordpress.com/2009/06/14/ulrich-schaefer/
Und hier gibt’s die Pressemeldung:
http://www.klimaspot.de/2009/12/volkswirt-hans-werner-sinn-erhalt-vom-nabu-den-dinosaurier-des-jahres-2009/
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