"Heiko Obama?" – Ich lach mich kaputt…

Es gibt Dummheiten, die sind nicht zu übertreffen.

In der Saarbrücker Zeitung schreibt Guido Peters heute unter der Überschrift „Heiko Obama“:

„Geht es nach den Saar-Genossen, sollen die politisch Andersgläubigen aus dem Staunen nicht mehr herauskommen: Neu, anders, mutig will sich die SPD im Landtagswahlkampf präsentieren. Wie zu hören ist, werkeln schon seit Wochen Parteimanager und Werbeleute an einer völlig neuen Wahlkampf-Optik, die auf den Spitzenkandidaten Heiko Maas zugeschnitten ist. „Wir machen’s“ lautet der Slogan, mit dem sich die Sozialdemokraten 2009 für Regierungsaufgaben empfehlen wollen. Ob man da über den großen Teich geschaut hat, ganz im Sinne des „Yes, we can“ eines Barack Obama?“

Das ist wirklich zum Schreien komisch.

Einige Leserstimmen gefällig?

„Arme SPD“.

„Allein schon die Überschrift HEIKO OBAMA ist ein Faschings-Brüller der untersten Kategorie.“

„Bei der geplanten SPD-Parole: „Wir machens“ kann man getrost noch das „unmöglich“ anhängen“.

„Ja ist denn schon der 11.11. Wenn ja dann von mir auch Humbatäterätä.“

Kleine Empfehlung: Es gibt ein neues Standardwerk zu „Medien und Imagepolitik im 20. Jahrhundert“ von Daniela Münkel und Lu Seegers. Ich hab’s gerade für die wissenschafltiche Zeitschrift ZPol (Zeitschrift für Politikwissenschaft) rezensiert. In diesem Buch findet sich ein Lehrstück über eine gescheiterte Imagekampagne für Rainer Barzel 1972. Das sollte sich die SPD genau anschauen. 

Wenn Image, Inhalt und Person nicht zusammenpassen, kommt nur Käse dabei raus. 

Share your thoughts