Der demografische Wandel verändert die Gesellschaft spürbar

Der demografische Wandel verändert die Gesellschaft gravierend. Die Einwohnerzahlen sinken, die Gesellschaft altert spürbar, die Auslastung der Infrastruktureinrichtungen wird schwächer, im Ostdeutschland werden ganze Stadtquartiere im Rahmen des „Umbau Ost“ abgerissen, in Westdeutschland zählen Industriebrachen, leer stehende Wohnhäuser und Geschäfte immer häufiger zum Alltagsbild.

Die Folgen des demografischen Wandels rühren an Grundfesten dessen, was bisher unter erfolgreicher Kommunalpolitik verstanden wurde. Galten Neubaugebiete im Grünen, Neuinvestitionen in soziale und kulturelle Infrastruktur und neue Sportanlagen über Jahre als Erfolgsgaranten erfolgreicher Kommunalpolitik, mit denen man gewinnen konnte, so müssen sich die Bürger, Politiker und Verwaltungen nun mit Stagnation, Schrumpfung, der Schließung von Einrichtungen und mit dem Abriss von Gebäuden auseinander setzen. Für die Politik stellt sich das Problem, ob und wie bei den Wählern Zustimmung für Konsolidierung, Schrumpfung, Rückbau und gezielte Profilierung zu gewinnen ist.

Immer deutlicher wird, dass der demographische Wandel Städte und Gemeinden vor große finanzielle, politische und soziogeografische Herausforderungen stellt, nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern auch in Problemregionen der alten Bundesrepublik.

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