Seniorenfreundliche Gemeinde Illingen

Ist das eine Epochenwende? Schon jetzt ist erkennbar, dass der demographische Wandel die Gesellschaft fundamental verändert. Die Einwohnerzahlen sinken, Deutschland schrumpft. Doch nicht die Schrumpfung, sondern die Alterung ist die große Herausforderung unserer Gesellschaft. Das wissen wir zwar schon länger, aber bisher haben nur wenige Kommunen die Herausforderung angenommen. Noch immer gilt in der Politik das Jugend-Paradigma. Wir wollen dies ändern. Alter ist in unserer Politik kein Stigma, sondern selbstverständlicher Teil der Lebenswirklichkeit. Wir wollen überkommene Alter(n)sbilder überwinden, Sozialnetzwerke stärken, Sozialkapital durch Partizipation gewinnen und mit integrierter Städtebau-, Gesundheits- und Sozialpolitik eine generationengerechte Zukunft bauen. Selbstständigkeit und Selbstbestimmung älterer Menschen sind Trumpf. Das bedeutet aber, dass Wohnung und Wohnumfeld, Einkaufen, Dienstleistungs- und Gesundheitsangebote unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit bzw. eines „Designs for All“ ausgerichtet werden. Dabei müsse ältere Menschen bei Planungen und Entscheidungen im Sinne einer „Good Governance“ partizipieren. Wir haben uns viel vorgenommen – und schon viel erreicht. Das macht Mut, auch für andere Kommunen. Ohne die massive Unterstützung der Ehrenamtlichen wäre dies unmöglich. Aber auch die Profis werden gebraucht. Im Netzwerk Hand in Hand arbeiten, über Generationen hinweg, das ist das Prinzip der Zukunft. Dann ist der demographische Wandel nicht Problem, sondern Chance.

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