Appell an Saarwirtschaft: Mehr junge Leute fest anstellen

Der Illinger Bürgermeister Armin König hat an die saarländische Wirtschaft appelliert, mehr junge Leute einzustellen und ihnen eine Zukunftschance zu geben. Dabei müssten auch neue Modelle der Arbeitsorganisation zum Tragen kommen wie Job-Sharing mit Älteren, die ihre Arbeitszeit reduzieren wollten. König beklagt “viele Frustrationen” bei jungen Menschen, die nach ihrer Ausbildung derzeit oft keine Chance auf Festanstellung bekommen. “Viele junge Menschen sind enttäuscht, wenn das, was man ihnen versprochen hat, nicht eingehalten wird.” In vielen Betrieben werde kurzsichtig gehandelt. Die demographische Entwicklung werde ausgeblendet. Das sei fahrlässig.


“Wir brauchen Zukunftssicherung im demographischen Wandel – in den Betrieben, im Gemeinden, im Land”.

König erklärte dazu weiter: “Schon jetzt gibt es in ersten Branchen Nachwuchsmangel. An den demographischen Trendkurven ist schon jetzt erkennbar, dass es bald eine größere Pensionierungswelle gibt, auch bei uns. Aber anders als früher ist die Zahl der Jungen, die für frisches Blut sorgen können, beschränkt. Also müssten die Betriebe jetzt alles daran setzen, jungen Frauen und Männern den Einstieg in den Betrieb zu erleichtern. Doch was erleben wir? Frustrierte junge Leute, die Bewerbung um Bewerbung schreiben und nach ihrer Ausbildung doch keine Festanstellung bekommen. Liebe Verantwortliche in der Wirtschaft: Öffnen Sie die Tore Ihrer Betriebe, lassen Sie die Jungen rein, geben Sie ihnen Job und eine soziale Absicherung! Probieren Sie Job-Sharing Modell aus, um qualifizierten jungen Menschen eine Chance zu geben, damit sie nicht in andere Bundesländer abwandern. Wir brauchen alle qualifizierten jungen Menschen. Lassen Sie uns etwas Grips dafür verwenden, sie hier zu halten.”

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