Oil & Profit: Zahlt BP trotz Umweltkatastrophe Milliarden-Dividende?

Zahlt der massiv unter Druck geratene Ölkonzern BP trotz der Umweltkatastrophe in den USA wieder eine Milliarden-Dividende an seine Aktionäre? Oder bedeutet die Aussetzung der Entscheidung, dass die Gewinnbeteiligung der Anteilseigner ganz oder teilweise ausfällt?

Zwei widersprüchliche Meldungen kursieren am frühen Sonntagmorgen im Netz. So heißt es im Newsletter „Sonnenseite“ von Franz Alt: „Der wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko massiv in die Kritik geratene Ölmulti BP will trotz herber Aktienkursverluste an seiner Milliarden-Dividende festhalten. Wie der Guardian schreibt, will Konzernchef Tony Hayward wie bisher jedes Jahr rund zehn Mrd. Dollar oder mehr an seine Investoren ausschütten.“ Das war wohl der Stand am Freitagnachmittag.

Vermutlich ist diese Meldung aber schon nicht mehr aktuell. Denn sowohl das Handelsblatt als auch die Süddeutsche schreiben, BP habe die Entscheidung vertagt. Ob „Geld an die Aktionäre ausgeschüttet werde, werde unter Berücksichtigung der aktuellen Umstände entschieden“, heißt es in der SZ. Das Handelsblatt schreibt, BP könne derzeit keinen weiteren Ärger gebrauchen und habe deshalb die Entscheidung über die Zahlung einer Milliardendividende verschoben. „Ob und wie hoch die nächste Quartalsdividende ausfallen wird, das ließ BP in einer Investorenkonferenz am Freitag Nachmittag offen“. Die Entscheidung von BP werde mit Sicherheit „hohe Wellen schlagen“.

Aus den USA gibt es massive Kritik an den Dividenden-Plänen des Konzerns. Andererseits setzen die Anteilseigner den BP-Chef unter Druck. Sie konnten sich bisher an üppigen Dividenden erfreuen, wie das Handelsblatt feststellt.

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