Edelfeder brillant zur dunklen Vergangenheit des Auswärtigen Amtes: Fischers Leistung

Was für ein Kommentar! Ich muss die FAS noch einmal zitieren. Bester Artikel heute: Volker Zastrows Kommentar zur dunklen Vergangenheit des Auswärtigen Amtes. Zitat Zastrow in seinem Kommentar „Fischers Leistung“: „Das Auswärtige Amt war eine verbrecherische Organisation“. Daran können nach Vorlage der neuen Studie „Das Amt“ weder die „Mumien“ noch die „Fackelträger“ der alten „Rechtfertigungslehre“ rütteln – als da wären Richard von Weizsäcker und die mittlerweile verstorbene „Präzeptorin des preußisch-protestantisch-publizistischen Komplexes“, Marion Gräfin Dönhoff. Und Zastrow, einer der Aufklärer in Sachen Odenwaldschule, rechnet auch wieder mit Hellmut Becker ab. Alles Elite-Typen, die sich selbst als solche stilisierten, von Zastrow als „Brahmanen“ lächerlich gemacht: „Und wie im fernen Indien sind auch unsere Brahmanen geschaffen aus dem Mund eines Riesen, zu Herrschaft und Moral durch Geburt befugt und ermächtigt. Man lese, als Beispiel die Memoiren des preußischen Diplomatensohns Hartmut von Hentig, Lebensgefährte des Kinderschänders und Vergewaltigers Gerold Becker, dem wiederum jener Hellmut Becker (siehe oben) den Schulleiterposten an der Odenwaldschule verschaffte [….]“. Zastrow lobt Joschka Fischer in höchsten Tönen – und das zu Recht, um all die heiligen Elite-Adligen als Scheinheilige zu entlarven.

Meinungsjournalismus as it’s best. Danke, Herr Zastrow.

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