Vorbilder

Es hat in Strömen geregnet – ach was: geschüttet! -, als wir den Werner-Woll-Platz eingeweiht haben. Da kam der Segen tatsächlich von oben. Doch trotz wolkenbruchartigen Regens waren viele, viele Illinger zu diesem Ereignis gekommen, um den Platz mit zu taufen. Ilse Woll hat im Namen der Familie eine sehr schöne Dankesrede gehalten. Sie sagte unter anderem : „Ich wün-sche diesem Platz, der nun nach Werner Woll benannt ist, dass er seine Bedeutung als Kommuni-kationsplatz bewahrt und stetig mit gutem Leben erfüllt wird und dass er mit vielen netten menschlichen Begegnungen seinem Namen Ehre macht – wie Werner es sich auch gewünscht hätte. Mit Dankbarkeit und Respekt möchte ich erwähnen dürfen, dass unsere Fraktionen im Gemeinderat und im Ortsrat – wie erfreut zu hören war – sich einstimmig für diese Umbenen-nung und Ehrung ausgesprochen haben. Dies hat uns sehr beeindruckt und darauf dürfen wir alle ein bisschen stolz sein. Ich danke den Räten mit Bürgermeister Dr. Armin König und Ortsvor-steher Wolfgang Scholl ausdrücklich und mit besonderer Hochachtung und wünsche Ihnen auch weiterhin noch viele gemeinsame Erfolge.“ Namens der Gemeinde habe ich gesagt: „Die Wid-mung eines Platzes ist ein bedeutsames Ereignis. Dass der zentrale Platz der Gemeinde Illingen jetzt seinem früheren Bürgermeister Werner Woll gewidmet und nach ihm benannt wurde, ist die Würdigung einer großen Lebensleistung.“ Er war ein vorbildlicher Bürgermeister.
In Strömen geschüttet hat es leider auch bei der Eröffnung der Steffeskirmes. Den Fassanstich besorgte souverän (mit einem einzigen Schlag!) mein Amtskollege aus Tuchow, Mariusz Rys, mit dem wir seit elf Jahren freundschaftlich verbunden sind. Assistiert haben ihm der neue Bürger-meister von Bük, Sandor Nemeth, Ortsvorsteher Wolfgang Scholl und ich. Leider mussten wir we-gen sintflutartigen Regens den Festplatz fast fluchtartig verlassen, um in der Illipse Unterschlupf zu finden. So begann der Festakt „10 Jahre Partnerschaft mit Tuchów und Bük“ früher als erwar-tet. Unter den Gästen waren neben den offiziellen Delegationen unter anderem Landtagsvizeprä-sident Karl-Josef Jochem (FDP), die Landtagsabgeordneten Roland Theis und Hans-Gerhard Jene (CDU), Kreistagsmitglied Peter Schneider (FDP), die Beigeordneten Gerhard Meiser (SPD) und Hans-Peter Metzinger (Grüne), Fraktionssprecher Alfons Vogtel (CDU), Linken-Vertreter Gerhard Groß sowie zahlreiche Gemeinderatsmitglieder von SPD und CDU. Vor allem aber waren Frauen und Männer der ersten Stunde dabei: Peter Blaskewitz vom Illtal-Gymnasium, der als erster Aus-länder die höchste Ehrung der Stadt Tuchów erhalten hat, Maria Maniak, die ehemalige Direkto-rin des Lyceums Tuchów, Julia Klára, Kulturbeauftragte von Bük und Klaus Wagner, der als ehe-maliger Leiter der Polizeiinspektion die Partnerschaft mit der ungarischen Stadt begründete.
Es war eine wundervolle Feier – erst würdevoll und feierlich, dann swingend und singend. Wer sich im Internet oder auf Facebook die Bilder unserer Begegnung mit Tuchow und Bük anschaut, wer die Freude bei Illingern, Tuchowern und Bükern gesehen hat, als wir mit der Swing-Company gejazzt haben, wer die Begeisterung in diesen Tagen erlebt hat, der kann ermessen, welchen Reichtum diese Städtepartnerschaften bieten. Es sind Partnerschaften der Bürgerinnen und Bür-ger, der Schulen, der Vereine, der Chöre, der Polizei, die von den Kommunen getragen werden und bei denen die Stadt- und Gemeinderäte, die Bürgermeister und Verwaltungen eine wichtige Rolle als offizielle Träger spielen. Ich habe dies am Samstag in meiner Festrede wieder gewürdigt, auch die Rolle des Ältestenrats, auch die wichtige Rolle der Beigeordneten. Aber ohne Menschen wie Peter Blaskewitz oder Maria Maniak wären diese Partnerschaften gar nicht möglich gewesen. Sie sind Vorbilder für uns alle.
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche. Passen Sie auf die Schulkinder auf! Seien auch sie Vorbilder!

Ihr Bürgermeister Armin König

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