Das Ende der Ära Lutz – und ein Lob der guten Taten für die Elternlotsen

Abschlussbericht der Illrenaturierung mit Ulrich Heintz, Werner Laub, Dr. Armin König und Fritz-Hermann Lutz
Abschlussbericht der Illrenaturierung mit Ulrich Heintz, Werner Laub, Dr. Armin König und Fritz-Hermann Lutz (rechts).

 

Eine Ära ist zu Ende gegangen in der Nachbargemeinde Eppelborn. Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz ist nach 28jähriger Amtszeit verabschiedet worden. Das ist eine Zäsur. Eine ganze Generation hat nie einen anderen Eppelborner Bürgermeister kennengelernt. Bei allen Festreden am Freitag wurde das gute Verhältnis zwischen Eppelborn und Illingen gewürdigt, die kreative Konkurrenz, die intensive Partnerschaft in der Illrenaturierung, in der Kultur, bei der WVO, bei Tourismusthemen.
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, und Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider lobten das große Engagement eines wichtigen Bürgermeisters, dessen Wort in der Landespolitik Gewicht hatte. Ich hatte die Ehre, die Laudatio für die Kreis-Bürgermeister zu halten. In meiner Rede habe ich gesagt:
„Unter den Kreisbürgermeistern warst du einer der Anführer. Wenn es um kommunale Selbstverwaltung im Kreis und im Land ging, hast du immer auf der Matte gestanden. Du hast die WVO nachhaltig gestärkt – Daseinsvorsorge beim Thema Wasser war dir immer ein Herzensanliegen. Überhaupt das Wasser: ob EVS, Illrenaturierung oder WVO, immer ging es um H2O.“ In all diesen Bereichen hat er wichtige Funktionen übernommen. Am deutlichsten für uns wurde dies bei der Illrenaturierung: „Kein Bürgermeister, kein Gemeinderatsmitglied ist so verwurzelt mit der Illrenaturierung wie Du. Du kennst jede Biegung des Flusses, jede Untiefe, jeden Weiher. Sie haben dich mit Kork aufgewogen, Du hast Entscheidungen abgewogen, die Gummistiefel angezogen, hast im Küchenzelt des Zeltlagers die Kelle geschwungen, bist auch mal ins Wasser gesprungen. Dem Storch haben wir Horste gebaut, den Bibern ins Wohnzimmer geschaut. Wahrscheinlich kennst du ohnehin jeden Biber mit Namen, der hier in all den Jahren Burgen gebaut hat, so lange warst du Verbandsvorsteher, stell-vertretender Verbandsvorsteher, Verbandsausschussmitglied, Motor, Motivator.“ Jetzt hat er Ade gesagt. Mein Fazit im Namen der Kreisbürgermeister: „Du hast Pflöcke eingeschlagen, Du hast nicht nur in der Gemeinde, sondern auch im ganzen Kreis Maßstäbe gesetzt. Wir Kreisbürgermeister danken Dir für deine Freundschaft, dein Wissen, dein gewichtiges Eintreten für unsere Interessen. Du hast das Amt des Bürger-meisters verinnerlicht. Du hast es gelebt, ich glaube, du hast diese Aufgabe auch geliebt – trotz aller Höhen und Tiefen. Du warst ein außergewöhnlicher Bürgermeister. Viel Glück und vor allem Gesundheit.“
Ab Donnerstag ist Birgit-Müller-Closset Bürgermeisterin. Ich wünsche ihr viel Glück und ein gutes Händchen. Ich bin sicher, dass sie die großartige Zusammenarbeit im Illtal weiterführt. Diese Kooperation ist wirklich außergewöhnlich. Neue Zeiten bringen neue Herausforderungen, deshalb müssen wir auch in Bereichen, in denen wir bisher noch nicht kooperieren, gemeinsam neue Wege gehen. Mit Birgit Müller-Closset habe ich darüber schon gesprochen. Das klang gut und macht Mut. Wir werden hervorragend zusammenarbeiten – im Interesse der Menschen im Illtal.
Loben möchte ich auch die Ehrenamtler in Hüttigweiler, die im Hosterwald unter tatkräftiger Mitwirkung des Ortsvorsteher Guido Jost eine neue Schutzhütte gebaut haben. Das ist großartiges Vereinsengagement. Danke euch allen. Habt ihr prima gemacht. Über den stattlichen Zuschussbescheid des Landes von Umwelt-Staatssekretär Krämer haben wir uns auch sehr gefreut. Das war der Lohn der guten Tat.
Zum Schluss noch ein Hinweis auf den Schuljahresbeginn: Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Kinder, fah-ren Sie langsam, drängeln Sie nicht, drängen Sie andere nicht zur Seite, schützen Sie die Kinder. Respektieren Sie die Elternlotsen. Die „Lotsen“ machen einen tollen ehrenamtlichen Dienst, ebenso wie die „Busfahrer“ des „Laufenden Schulbusses“ in Illingen. Wer sich mit den Elternlotsen anlegt, wird in Zukunft Ärger mit uns bekommen. Und, liebe Eltern: Fahren Sie Ihre Kinder nicht bis in den Schulsaal. Das führt immer wieder zu gewaltigem Gedränge vor dem Schulhof. Kinder haben Füße, Kinder können und sollen gehen oder laufen. Das tut ihnen gut. Noch eine paar schöne Ferientage und einen guten Schulbeginn!

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