Endspurt im Illinger Gemeinderat

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres steht am Freitag (17 Uhr Sitzungssaal) an, wie immer ist sie öffentlich, wie immer werden zum Jahresschluss noch große Brocken abgeräumt, bevor die Weihnachtsreden gehalten werden. Wir beginnen die Sitzung mit einer Absichtserklärung zwischen der Saarland Bau und Boden Projektgesellschaft mbH und der Gemeinde zur gemeinsamen Entwicklung des ehemaligen Geländes der Firma Höll. In der Erklärung heißt es „Diese Entwicklung soll

insbesondere die im Rahmen des ExWoSt „Innovationen für Innenstädte“ erarbeiteten Ergebnisse im Rahmen der Masterplanung und städtebaulichen Entwurfsplanung im Fokus haben. Ziel ist die Bodenmobilisierung des ehemaligen Höllgeländes für immobilienwirtschaftliche stadtverträgliche Nachnutzungen. Die Partner gehen von einem Mischnutzungskonzept mit hohen urbanen Qualitäten aus.“ Vereinbart werden ein europaweites Vergabeverfahren für die Projektsteuerung, fach- und sachgerechte Abbrucharbeiten zur Herstellung einer baureifen, altlastenfreien Fläche, ein nachhaltiges Nutzungskonzept, das auf dem Gemeindeentwicklungskonzept und dem ExWost-Beteiligungsprozess aufbaut und eine gute Nutzungsmischung. Wir wollen eine Verbindung von Einzelhandel und Wohnen, um gleichzeitig den Einzelhandel in Hauptstraße und Zentrum zu stärken. Der Gemeinderat soll dem Bürgermeister Handlungsvollmacht erteilen, diese Absichtserklärung zu unterschreiben, sobald die SBB die Grudnsütcksübertragung unter Dach und Fach hat. Zweiter wichtiger Punkt ist die Änderung der Brandschutzsatzung. Damit wird die Fusion der Löschbezirke Hüttigweiler und Hirzweiler zum Löschbezirk Illingen-Ost besiegelt. Damit sollen Kräfte gebündelt und der Brandschutz im demografischen Wandel dauerhaft gesichert werden. Die Initiative kam aus der Feuerwehr und wird landesweit gelobt. Feuerwehr, Gemeinderat und Verwaltung in Illingen hätten dabei ein hohes Maß an Verantwortung gezeigt. Andere Gemeinden tun sich noch schwer, den demografischen Wandel zu akzeptieren. Ich habe in der letzten Woche vor zwei Dutzend Rathauschefs über eine Aufgabe referiert, an dem sich in Illingen schon über 1000 Bürger aktiv beteiligt haben: über notwendige Reaktionen auf den demografischen Wandel. Andere Kommunen ziehen es bisher vor, die Entwicklung über sich ergehen zu lassen. Dann können sie allerdings nicht mehr gestalten, sondern nur noch abbauen. Das ist nicht unser Weg. Wir wollen selbst entscheiden, wo die Reise hingeht.

Weitere wichtige Punkte in der Ratsssitzung sind die Abwägung der eingegangenen Anregungen zum Flächennutzungsplan Windenergie, die Aufstellung eines Bebauungsplans „Solarpark Bauschuttdeponie Hüttigweiler“, die Aufstellung eines Bebauungsplans „Steinertshaus 2“, die Beratungen über den Wirtschaftsplan des EVS und die Neuvergabe der Betriebsträgerschaft der Freiwilligen Ganztagsschule Uchtelfangen. Ein ganz schönes Pensum für die Verwaltung und die ehrenamtlichen Ratsmitglieder, bevor es in die Weihnachtspause geht. Dann bleibt endlich Zeit, ein bisschen innezuhalten und Kulturhöhepunkte wie das St. Petersburger Ballett mit dem Nußknacker in der Illipse, das Gastspiel des preisgekrönten Chors LaMannschar in Uchtelfangen und den Jazz-Auftritt von Johannes Müller und seinem 2-Tenor-Project im Kultursaal Hüttigweiler zu genießen.

Und natürlich will ich für die SR-1-Tanzlust mit Elena Dieckmann und dem Live-Orchester Adriano Batolba werben. Das wird ein echter Weihnachts-Hit. Da müssen Sie hin und mittanzen.

Das Schulprojekt mit Gilles Apap war übrigens toll, und beim Kirchenkonzert in St. Stephan haben wir am Sonntag mit Jürgen Ellensohn und Christian Schmidt zwei großartige Solisten erlebt. Traumhaft, wie sie Händel, Bach und Albinoni gespielt haben. Und auch die Chöre waren klasse.

Eine gute Adventwoche wünscht

Ihr Bürgermeister Armin König 

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