Tausend Lichter als Zeichen der Hoffnung für St. Hedwig


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Herr Pastor Bell, lieber Kollege Walter Dietz, verehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser Lichterprozession,

dies ist ein besonderer Abend, und Sie alle, wir alle sind heute dabei. Vielen Dank dafür, dass Sie sich beteiligen. Dies ist ein starkes Zeichen; ein Zeichen der Solidarität; ein Zeichen der Verbundenheit. Es ist aber auch ein Signal. „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen“, hat Xavier Naidoo gesungen. Ob man Erfolg hat, weiß man natürlich im Vorhinein nie. Aber einen Erfolg haben wir jetzt schon gemeinsam erzielt: Das Aktionsbündnis „Rettet St. Hedwig“ schweißt unsere Gemeinde zusammen. Mein Dank gilt vor allem der Pfarrei St. Stephan. Seit den Zeiten von Pastor Wendling haben Zivilgemeinde und Kirchengemeinde nicht mehr so intensiv zusammengearbeitet. Das tut gut und macht Mut.
Damit haben wir jetzt schon Zeichen gesetzt. Und das ist wichtig: „Wir sind viele. Uns könnt ihr nicht übersehen. Uns könnt ihr auch nicht einfach übergehen.“
Ja, wir beziehen Position für Illingen, wir informieren transparent. Wir greifen niemanden an. Wir werben für den Standort Illingen und die hier arbeitenden Menschen, wir werben für unsere Vorteile und Stärken. Und wir kämpfen um St. Hedwig.
In den letzten 16 Jahren haben wir als Gemeinde und Private Millionen Euro im Burgpark und im Umfeld der Klinik investiert, um den Standort zu stärken. Wir sind Erholungsort geworden, wir haben die Illipse gebaut. Karl-Heinz Maurer hat ein Hotel errichtet, das professionell betrieben wird. Es vergeht keine Woche, in der wir nicht Vorträge veranstalten. Illipse und Rathaussaal bieten Kultur auf höchstem Niveau – ungewöhnlich für einen Erholungsort unserer Größe. Ja, wir haben uns sehr stark engagiert in den letzten Jahren, und wir wollen das auch weiter tun. Das war immer Konsens in Rat und Verwaltung. Wir stehen zusammen, in guten wie in schwierigen Zeiten. Das ist unsere Stärke. Und noch eines zeichnet uns aus: Wir haben uns nie verbieten lassen, selbst zu denken. Das gilt auch heute. Lassen Sie sich nicht einreden, es gehe hier um Parteipolitik. Dieses Aktionsbündnis ist parteiübergreifend, es gab bei allen Abstimmungen einstimmige Ergebnisse.
Unsere Botschaft, die wir gemeinsam vertreten, ist ganz einfach:
St. Hedwig ist eine Institution mit 100jähriger Tradition.
St. Hedwig hat starke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
St. Hedwig hat einen hervorragenden Standort im Herzen des Saarlandes.
St. Hedwig lässt sich sanieren.
Deshalb sagen wir übereinstimmend nach dem Motto der Marienhaus Stiftung „einfach. menschlich. da“ bleiben.
St. Hedwig muss leben. St. Hedwig muss bleiben.
Dafür setzen wir uns gemeinsam ein. Wir erinnern an das Bischofsversprechen zur Standortsicherung, an die „Lebensversicherung“ für Illingen und die Zusicherungen für die Pfarrei St. Stephan. Ich darf Schwester Basina Kloos zitieren: „Wir sind angetreten, um Strukturen und Voraussetzungen zu schaffen, damit die Einrichtungen und Arbeitsplätze erhalten bleiben.“ Das sollte auch heute noch Gültigkeit haben. Das ist eine Frage des Vertrauens und der Verlässlichkeit.
Unsere Lichter sollen Lichter der Hoffnung sein, Lichter, die in dieser österlichen Zeit Mut machen. In diesem Sinne lade ich Sie ein, anschließend noch die Ölbergstunde in St. Stephan zu besuchen. Musikfreunde finden Besinnung in der Illipse.
St. Hedwig muss leben, St. Hedwig soll bleiben.
In der Hoffnung, dass unser Engagement auch beim Bischof und der Hildegard Stiftung offene Ohren findet wünschen wir Ihnen frohe und friedliche Ostern.

 

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