1326 Bürger-Ideen – Partizipation funktioniert, ehrenamtliche Politik auch

1.326 Ideen haben die Bürgerinnen und Bürger bei der Vor-Ort-Ideenwerkstatt eingebracht – ein wunderbares Beispiel dafür, dass direkte Einwohnerbeteiligung sehr produktiv ist. In Illingen hat Partizipation seit Jahren Tradition. „Illingen  2030“ war der große Impuls, und diese gute Beteiligungskultur hält bis heute an und macht die Gemeinde vital und kreativ.

Direkte Demokratie auf lokaler Ebene ist aber nur ein Element der politischen Einwohnervertretung. Das andere ist die repräsentative Demokratie, die sich in jahrzehntelanger Praxis gut bewährt hat.

Ich möchte die Erfahrungen unserer ehrenamtlichen Mandatsträger nicht missen. Sie halten den Kopf für Entscheidungen hin, die Außenstehende lieber nicht treffen möchten. Bürgermeister und Gemeinde- oder Ortsräte sind sicher nicht immer einer Meinung, das müssen sie auch nicht. Wir haben in der letzten Bauausschuss-Sitzung wieder erlebt, wie produktiv ergebnisoffene Diskussionen sind. Die Zahl der einmütigen Beschlüsse in den Illinger Gremien ist – trotz sehr unterschiedlicher Grundauffassungen – beeindruckend

Wir haben jedenfalls allen Grund stolz auf die Frauen und Männer zu sein, die sich freiwillig politisch engagieren, die umfangreiche Sitzungsvorlagen lesen, die Sparvorschläge erarbeiten, die die Verwaltung kontrollieren, die um gute Lösungen ringen. Und deshalb freue ich mich auch, dass wir noch keine Probleme haben, bei den Listenaufstellungen kompetente Kandidatinnen und Kandidaten zu nominieren. An Ihnen liegt es, sie im Mai mit starker Legitimität auszustatten. Gemeinsam sind wir stark. Gut, dass wir die Ehrenamtlichen haben, auch in den Vereinen.

Und oft geben die uns gute Anregungen. So kam nicht nur von den Schulleitungen in Uchtelfangen und Illingen, sondern auch aus den Turnvereinen in Uchtelfangen und Hüttigweiler der Tipp, die Geräteausstattung der Schulturnhallen zu modernisieren. Das war ein guter Hinweis. Wir waren vor Ort, um mit den Schulleitern Claudia Jordy und Peter Kessler zu prüfen, welche Turngeräte Schrott sind und aus Sicherheitsgründen auf den Müll gehören. Die nicht mehr brauchbaren Geräte werden aussortiert oder sind schon entsorgt. Wir starten eine Qualitätsoffensive Schulsport und werden die Geräteausstattung innerhalb von drei Jahren modernisieren. Das Bauamt hat mit Unterstützung von Sicherheitsfachkraft Guido Barrois einen Ausschreibungskatalog erstellt. Dazu gehören eine neue Tau- und Ringeanlage, Absprungmatten sowie Sportgeräte. Außerdem wird eine Fachfirma prüfen, wo Reparaturen möglich und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Unsere Kinder liegen uns am Herzen. Und es gibt nicht nur Fußball in unserer Gemeinde. Deshalb haben wir auch dem ASV 08 Hüttigweiler, der für seine hervorragende Jugendarbeit bekannt ist, einen Gerätezuschuss gewährt.

Wir tun was. Dazu brauchen wir allerdings auf Dauer lebensfähige Kommunen mit angemessener Finanzausstattung. Kommunale Selbstverwaltung ist nur möglich, wenn man den Kommunen nicht die Luft zum Atmen nimmt. Mehr dazu bei nächster Gelegenheit.

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