Es liegt was in der Luft

In der Informationsgesellschaft, der Zeit der sozialen Netzwerke und der weltweiten Verflechtung brauchen wir neue Wege, neue Strategien, neue Rezepte. International. National und lokal.
Ein Dorf ist nicht die Welt, hat Dürrenmatt noch geschrieben. Heute kann man das so nicht mehr unterschreiben, auch wenn Habach nicht Hamburg ist. Die Welt spielt sich eben auch im Dorf ab, im Glocal Village des 21. Jahrhunderts. Mit allen Chancen und Gefahren: Geschäfte schließen, Arbeitsplätze gehen verloren. Wir registrieren Kaufkraftabfluss, Alterung, Schrumpfung. Leerstände zwingen zu Anpassungsmaßnahmen.
Weil die Kunden bei Amazon und bei Zalando kaufen, weil sie dem „Geiz-ist-geil“-Lockruf folgen, zerstören sie selbst die Lebensgrundlagen ihrer Orte. Aber das will ich ihnen nicht zum Vorwurf machen. Das Rad der Zeit lässt sich ja nicht zurückdrehen. Es kommen noch ganz andere Umbrüche auf uns zu. Das große Brodeln hat ja schon begonnen. Jaron Lanier schreibt in „Wem gehört die Zukunft“, was auf uns zukommt. Und Leggewie / Welzer beschwören „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten.“ Es liegt was in der Luft.

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