Wie die stolze Condor zur abgenudelten litauischen Avion-Flug-Alt-Ente A 320_old mit Hydraulikproblemen wurde und die Passagiere für dumm verkauft wurden

Glosse über ein stressiges Flugabenteuer

 

Flieger müssen gewartet werden. Manchmal verlieren sie Öl, manchmal brauchen sie Ersatzteile. Das verstehen wir alles. Wenn die Macken aber Teil eines Systems sind, das auf Lohndrückerei basiert, das billige Subunternehmer einkauft, um PROFITE ZU MAXIMIEREN, wenn dieses passagierunfreundliche Verhalten zu nächtlichen Pannen, Verspätungen und Stresssituationen führt, dann ist dies in meinen Augen Himmel schreiend. Und dann ist es auch sicherheitsrelevant.
Beispiel Condor. Was war das für eine große Marke. Am 21. Dezember 1955 wurde die „Deutsche Flugdienst GmbH“ von den vier Gesellschaftern Norddeutscher Lloyd (27,75 %), Hamburg-Amerika-Linie (27,7 %), Deutsche Lufthansa (25,81 %) und Deutsche Bundesbahn (18,5 %) gegründet.
Heute, unter dem Dach der Thomas Cook, und nach dem endgültigen Abschied der Lufthansa 2012, verwildern die Sitten zunehmend. Ich will nicht gerade von Rowdytum reden, aber hart sind die Sitten schon.
Man chartert Subs wie die Avion Express oder die BUL, um zusätzliche Flüge gewinnbringend „durchführen“ zu können: operating flights. Der Fluggast erfährt davon bei der Buchung vielleicht nichts. So jedenfalls erging es uns. Am 11.4.2017 heißt es noch, dass Condor als DE-Flug (Parnterairline) fliegt. Einen Tag später kommt dann per Email die Nachricht:
„Folgende Buchung mussten wir leider aendern“. Und das „leider“ ist so gar nicht glaubwürdig, wenn die Fluglinie CONDOR erläuternd schreibt:
„Fuer den obengenannten Flug wurde aus operationellen Gruenden die ausfuehrende Fluggesellschaft geaendert, der Flug wird nun durchgefuehrt von AVION EXPRESS.
Der Versand dieser E-Mail erfolgt automatisiert. Antworten auf diese E-Mail koennen nicht bearbeitet werden. Fuer Fragen zu Ihrer Buchung finden Sie die Kontakt Informationen auf der Internet Seite Ihrer Fluggesellschaft.“
Am 4.6. 2017 steht sie dann da, die betagte LY-VEI der Avion Express, ausgeliefert am 2411.1998 für die schwer bekannte und mittlerweile verschwundene TACA (San Salvador), seit 2004 operated von der Sichuan Airlines, geleast von der Pegasus, schließlich von der Sky Holding verleast an die litauische Avion Express, die offenbar eine Art Globalvertrag mit Thomas Cook geschlossen hat, wie wir einer stolzen Customer-Relations-Meldung (für die Aktonäre?) entnehmen.
Nun sind 19 Jahre ja kein Alter für ein Flugzeug, wenn es gut gewartet ist. Aber der Innenraum der AVION sieht genauso aus wie das Äußere eines verlebten Alt-Jugendlichen: Abgewetzt, heruntergekommen, wacklig auf den Beinen. So wacklig wie die Tische. Übrigens steht die AVION Express mit dem Flottenalter ihrer A 320-Flieger auf Platz 211 von 251 notierten Gesellschaften. Also eine Art Oldtimer-Flugbude mit einem Durchschnitts-320-Alter von 18,9 Jahren (Quelle: Fleet-Age bei airfleet.net)

So wird eine stolze Condor zur abgenudelten litauischen Flug-Alt-Ente.

Im Internet lesen wir: „Bei der Auswahl der Fluggesellschaften wird auf Qualität und Zuverlässigkeit geachtet. Alle eingesetzten Flugzeuge werden nach europäischen Qualitäts- und Sicherheitsstandards gewartet.“ Oh Gott, denken wir, ist das die neue QM-Philosophie?
Ich meine, mit Qualitätsmanagement kann es die Condor nicht so ernst meinen, sonst wären ihre QM-Profis mal undercover eingestiegen und hätten ihre Erlebnisse niedergeschrieben.
Im Internet lesen wir mittlerweile zwar:
„Zwei A320 und ein A321 der Avion Express fliegen im Sommer 2017 auf ausgewählten Kurz- und Mittelstrecken Zielen ab Stuttgart, Köln und München. Die 180 (A320) bzw. 220 (A321) Sitzplätze bieten Ihnen den gleichen Komfort, den Sie von Condor erwarten.
Die Flugzeuge verfügen über eine Premium Class sowie XL-Seats. Ein Bordunterhaltungsprogramm können wir Ihnen auf von Avion Express durchgeführten Flügen leider nicht anbieten.“
Aber das „Bordunterhaltungsprogramm“ ist auch so von besonderer Güte.
Die Crew versucht, sich irgendwie verständlich zu machen. Es ist eine eigentümliche Pflichtveranstaltung. Unterhaltungsprogramm?
Die hingenuschelten Sicherheitshinweise, eine der wichtigsten Aktivitäten der Crew zu Beginn jedes Flugs, sind für viele Passagiere kaum verständlich. Okay, wir wissen aus dem Internet: „Bei der Auswahl der Fluggesellschaft wird auf die Qualität und Zuverlässigkeit geachtet. Auf allen Flügen befindet sich ein deutschsprachiges Besatzungsmitglied.“ Aber mit dem Begriff „deutschsprachiges Besatzungsmitglied“ ist wohl beim Hinflug der (durchaus witzige) Kapitän gemeint, der interessante Hinweise zur Flugroute gibt. Aber bei den Sicherheitshinweisen wird schnoddrig irgend etwas (in welcher Sprache?) runtergeeiert und -geleiert und auf die Karte im Sitz verwiesen. Wer nur auf die Sicherheitshinweise der Karte vertrauen kann, ist aber sicher etwas aufgeschmissen. Die Karte sieht übrigens so aus wie die Plastiktasche und das ganze Flugzeug. Nicht mehr ganz neu.
Die Anschnallpflicht wird ordnungsgemäß kontrolliert, dann beginnt schon bald der Getränkeverkauf. Es muss ja Umsatz gemacht werden.
Wie schreibt Condor: „Die 180 (A320) bzw. 220 (A321) Sitzplätze bieten Ihnen den gleichen Komfort, den Sie von Condor erwarten.“
Ja, wir sind schon Condor geflogen, wir hatten krachneue Monitore, eine neue Maschine von Thomas Cook UK. Dagegen ist diese LY-V… eine abgenudelte Klitsche mit Sitzen, deren Verstellbarkeit gewisse Eigenwilligkeiten zeigt, da die Arretierung „Luft“ hat. Das ist also der neue Condor-Qualitätsstandard? Gut zu wissen.
Wir saßen wie in einer Ölsardinenbox, die etwas kräftigere Frau hinter uns fühlte sich nach der Startphase etwas eingeklemmt zwischen Vordersitz und Rückenlehne – aber wir konnten nicht anders, da wir unsererseits vom Vordermann eingeklemmt worden wären, hätten wir nicht die Rückenlehne zurückge- klappt? – nein: zurückgerummst -. Also: Sorry, ihr Lieben. Es war unser Corpus, unser Leben.
Tja, und dann der Rückflug. 21:30 am Gate in PMI. 22:50 Boarding. Planmäßig jedenfalls. Hätte es sein sollen. Aber da kam: Nix. Und da war: nix. Immer nix. Keine Anzeige „Delayed“ oder „Cancelled“. Keine Info. Alles schön auf „OK“ stellen, damit keiner die Passagierrechte einfordert.
Bis irgendwann jemand mit der Sprache herausrückte: Die Hydraulik ist defekt. Das Flugzeug muss gewartet werden. Hat wohl Öl verloren, der Flieger, wenn wir den nach etwa 45 Minuten eingetroffenen Käptn richtig verstanden haben. Hat so’n Bauteil gefehlt, um die Maschine zu reparieren. Das haben sie dann – es war Sonntagnacht in Mallorca PMI – auf dem Flughafen irgendwo „gesucht“, wie sie sagten, und nach intensiver Suche auch gefunden. Weil so’n Hydraulik-Ring-Bauteil, das der Hydraulik wieder den richtigen Druck für die Klappen und Ruder gibt, ja irgendwo liegen muss. Hab ich gegoogelt. Auf einer Flugfachseite. Jedenfalls war der Käptn nicht nur kompetent und freundlich, er trug auch eine gelbe Warnweste. Leider sprach er nur englisch. Er konnte gut fliegen und sein sein Englisch war gut. Eine seiner Crew-Mitgliederinnen übersetzte dann gebrochen deutsch („Auf allen Flügen befindet sich ein deutschsprachiges Besatzungsmitglied“), was uns veranlasste, in einer Crowd-Passagier-Übersetzung die Menschen um uns zu informieren, soweit wir das verstanden hatten. So sind wir Fliegenden eben eine ganz große, zuweilen leidende Familie.
Dafür verlor das Gate-Personal völlig die Nerven, als wir dokumentierten und videografierten, was wir da in der Abflughalle erlebten. Schließlich riefen sie sogar die Polizei, als wir ihre Aussagen aufnehmen wollten. Die Guardia Civil erschien mit zwei Beamten, die aber nicht wussten, was sie am Gate eigentlich sollten. Sie waren die Ärmsten, weil die beiden klugen Guardisten eher dumm rumstanden, weil ihnen niemand erklärte, was und wen sie denn da fangen sollten. Wenn ich das mal so flapsig sagen darf.
Ich habe derweil freundlich die Passagierrecht der EU-Verordnung eingefordert, die aber niemand zur Hand hatte. Kennt man wohl dort nicht. Ist ja eine Ferienfliegerinsel mit Ferienfliegerfluggesellschaftsbenehmen. Einen Verantwortlichen von CONDOR gab es leider nicht, als wir ihn brauchten, ein Telefonanruf bei der 0180-Nummer endete im Nichts. Die Kontaktinfos in den Buchungsunterlagen halfen Sonntagnacht um 1:00 Uhr auch nicht weiter.

Damit wir uns richtig verstehen: Es geht um Fluggastrecht nach Art. 14 der EU-VErordnung 261/2004.
Die sind nicht verhandelbar.
Fluggäste haben Anspruch auf Unterstützung, Verpflegung, Mahlzeiten, wenn Verspätungen von mehr als zwei Stunden anstehen.
Und hier?

Null.
Null Service.
Null Betreuung.
Über mehr als 40 Minuten war das Gate überhaupt nicht besetzt.
Die von mir und anderen Passagieren eingeforderten Fluggastrechte (Art. 14 EU-VO) konnten deshalb weder in dieser Zeit noch später an die Passagiere gegeben werden, da sie offenbar an Ort und Stelle nicht vorhanden waren. Es gab keinerlei Aufklärung der Fluggäste darüber – also weder den EU-rechtlich vorgeschriebenen Hinweis nach Art. 14, Abs. 1 noch die Informationsblätter nach Art. 14, Abs. 2.
Ein Unding.
Rechtswidrig.

Während die Anzeigetafel für die Flüge VOE2801, VOE1781 und LAV2715 jeweils Verspätung anzeigten, wurde unser Flug DE1491 allerdings noch um 0:21 Uhr, also 36 Minuten nach dem vorgesehen Start, als regulär geführt.
Die Abfertigungscrew kam zunächst der Aufforderung nicht nach, eine Änderung der Anzeigen auf der Gate-Tafel und der Übersichts-Tafel vornehmen zu lassen, um den Status DELAYED und die geplante Abflugzeit auch offiziell zu dokumentieren.

Wir mussten schon etwas deutlicher argumentieren.

Die Abflugzeit verschob sich derweil weiter nach hinten.
Der freundliche Käptn mit der gelben Warnweste erschien dann wieder und flößte uns Vertrauen ein: Man habe das Bauteil gefunden und eingebaut. Jetzt müsse es nur noch gecheckt werden. Wurde es auch. Mit Erfolg. Zum Glück bin ich Vielflieger. Wenn all die Flug-Novizen – … nein, daran wollen wir jetzt nicht denken.

Um 2.15 Uhr statt um 23:45 Uhr startete die LY-VEI, die angeblich die höchsten Qualitätsstandards der CONDOR bietet, schließlich in den Nachthimmel von Mallorca.

Es gab zwischen ursprünglicher und tatsächlicher Abflugzeit weder Getränke oder Verpflegungen noch Zugang zu Service-Nummern der Condor oder des Flughafens. Die Passagiere wurden zu nächtlicher Stunde im Stich gelassen.

Auch nach dem Start war die Abwicklung nicht korrekt.
Die Sicherheitshinweise der Cabin-Crew an die Passagiere waren für viele Fluggäste schlicht nicht oder kaum verständlich (Runtergeleierte englische Kurzversion). Es gab keine deutschsprachigen Sicherheitshinweise. Stattdessen wurden lediglich Hinweise auf die Karte der Sicherheitsvorkehrungen gegeben, die aber ohne nähere Erläuterungen nur bedingt verständlich waren. Offenbar ist bei diesen Flügen mit Subunternehmen Umsatz in der Luft wichtiger als Sicherheit.
Die Sitzposition der Rückenlehnen wurden nicht mehr kontrolliert nach dem verspäteten Abflug. Wir mussten einen vor uns sitzenden Passagier energisch auffordern, seinen Sitz während der Startphase in die Senkrechte zu bringen. Ohnehin waren die Arretierungen nicht bei allen Sitzen voll funktionsfähig.

Der Käptn ist gut und schnell und sicher geflogen. Die Klappen und Ruder funktionierten, die Flaps floppten nicht. Gelandet sind wir schließlich mit mehr als zweistündiger Verspätung um 4:21 Uhr in Cologne.
Da klingen die Worte im Internet schon ziemlich lächerlich:

„Die 180 (A320) bzw. 220 (A321) Sitzplätze bieten Ihnen den gleichen Komfort, den Sie von Condor erwarten.
Die Flugzeuge verfügen über eine Premium Class sowie XL-Seats. Ein Bordunterhaltungsprogramm können wir Ihnen auf von Avion Express durchgeführten Flügen leider nicht anbieten.“
Doch, das hatten wir, das Unterhaltungsprogramm.
ABER ÜBER DIE SICHERHEIT, ÜBER TRANSPARENZ UND KLARHEIT UND WAHRHEIT MÜSSTEN WIR UNS WIRKLICH MAL UNTERHALTEN, LIEBE THOMAS COOK, LIEBE CONDOR.
IHR WISST, WEN IHR EUCH DA EINGEKAUFT HABT.
DAS INTERNET IST VOLL VON UNTERHALTSAMEN BESCHREIBUNGEN.

15 Comments

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Chrisreply
26. Januar 2018 at 14:09

Netter Beitrag…allerdings wird sich am System nichts ändern…erst wenn ein richtig ernsthafter Zwischenfall passiert. Dann wird dieses System medial ausgeschlachtet. Aber auch das ist bereits einkalkuliert….

Ilonareply
9. Februar 2018 at 01:41

Frechheit was Condor mit uns macht.Nachdem wir den Flug gebucht hatten stand das wir mit Avion fliegen werden.Dafür bezahle ich nicht so viel Geld dann hätte ich mir auch selbst einen Billigflieger buchen können.Ich habe mich auf eine zuverlässige Deutsche Fluggesellschaft gefreut.Jetzt mag ich gar nicht daran denken sonst ärgere ich mich.Das kann es nicht sein.Wenn ich einen anderen Flug haben möchte soll ich mindestens 100 € Umbuchungsgebühr zahlen. FINGER WEG

Arnoreply
22. Februar 2018 at 22:46

Ich finde der Blog ist richtig gut geschrieben. Gott sei Dank gibt es zwischenzeitlich das Internet, scheinbar haben das die Herren in den oberen Firmenetagen bei Condor noch nicht mitbekommen.

Condor muss man platt machen und die geldgeilen Manager einsperren!!!
Mal sehen was passiert. Ich habe den gebuchten Flug nach Mallorca verfallen lassen. Mein Leben war mir
wichtiger als ein paar hundert Euro. Es ist nur eine Frage der Zeit bis da etwas passiert.

Andreasreply
2. März 2018 at 00:01

Innerhalb von sechs Monaten haben wir mehrfach mit Condor Flüge zwischen den kanarischen Inseln und Stuttgart gebucht. Alle Flüge wurden von Condor auf Subcharter (Avion Express) umgebucht. Neben der geänderten Fluggesellschaft erhalten wir auch wiederholt Änderungen in den Flugzeiten. Der aktuell aussthende Nach-Hause-Flug im August 2018 wurde dieser Tage einfach um knapp 7 Stunden vorverlegt. Uns geht damit ein ganzer Urlaubstag verloren.

Aufgrund der zahlreichen Flugplanänderungen haben wir uns entschlossen, von dieser Reiseart Abstand zu nehmen. Es macht keinen Sinn, sich monatelang auf eine Reise zu freuen und dann von Condor wie die Sau durchs Dorf getrieben zu werden, was Subunternehmer und geänderte Reisezeiten angeht.

Condor ist für uns gestorben! Wir können uns auch nicht vorstellen, dass solch ein Geschäftskonzept Zukunft haben kann!

Eisenlohr, Wilfried, Bad Harzburgreply
13. April 2018 at 16:55

Auch ich soll plötzlich von Hannover nach Teneriffa , trotz bei Condor gebucht, mit Avion Express

fliegen. Wollte Flug stonieren, dann bekomme ich sage und schreibe 41.- Euro vom Flugpreis zurück.

Habe 269,88.- Eur. bezahlt. Nach langer Überlegung , werde ich den Flug nicht antreten und nie wieder

bei Condor einen Flug buchen. Es ist eine Unverschämtheit, was Condor seinen Fluggästen zumutet.

Sven Stephanreply
24. April 2018 at 16:13

Sehr geehrter Herr König, ich habe leider nicht vorher ihren Beitrag gelesen. Durchaus auch amüsant geschrieben. Musste einige mal Lachen – auch wenn es einem nicht danach steht. Meine Erfahrungen mit Condor kann ich nur teilen – LEIDER – und habe auf meinen Blog jetzt auch dazu Stellung bezogen. Im Grunde kann man diese Erfahrungen nur teilen, teilen, teilen und so viele Leute wie möglich darüber informieren. Damit diese wenigstens die Chance haben, aus freien Stücken zu wählen…falls es Sie interessiert, meine Meinung dazu finden Sie unter: http://www.wortmut.com/condor-subcharter-avion-express-billig-flieger ….alles gute und immer ein gutes Händchen beim Fliegen.

adminreply
5. Mai 2018 at 22:22
– In reply to: Sven Stephan

Auch Sie haben das brillant geschrieben.

KingArtusreply
4. Mai 2018 at 23:11

Bei uns das gleiche, wir haben im Dezember gebucht, es gab viele Flüge… Wir haben uns bewusst für die Condor und für 6:00 morgens entschieden, da unsere Kinder morgens meist besser drauf sind. Eltern verstehen was ich meine.

Nach 3 Monaten dann die Info, ihr Flug wir mit avion Express durchgeführt. Sonst bleibt alles beim Alten. Kein Sorge.

Mit schlechten Gefühl, akzeptiert oder sagen wir wahr genommen.

Eine Woche vor Reise Geht es dann weiter. Nicht 6 Uhr sondern 14:20 Abflug, und der Rückflug auch. Beide um mehr als 8 stunden verschoben.
Wie haben bei bucher gebucht und versucht zu stornieren. Ohne Erfolg. Nun werden wir die Reise antreten und anschließend mit einem Anwalt versuchen die Entschädigung durch zu bekommen.
Es ist eine Frechheit wie hier mit dem Kunden umgegangen wird.
Und noch dreister ist es wie die Rechte der Kunden ignoriert werden.

Der Flug kommt erst noch
Mal sehen was uns erwartet

adminreply
5. Mai 2018 at 22:20
– In reply to: KingArtus

Ja, so ähnlich war das bei uns auch.

Hans Günther Dohlereply
15. Mai 2018 at 14:14

Ich kann nur bestätigen, wie man mit den Kunden umspringt, die für einen erholsamen Urlaub viel Geld bezahlen. Wenn ich Condor buche, will ich auch Condor haben. Denn der Urlaub beginnt mit der Anreise und endet mit der Abreise.
Ich bin auf unseren Rückflug am 13.06.2018 gespannt und melde mich dann wieder. Aber eines kann ich mit Gewissheit sagen, Condor ist für mich keine buchbare Airline mehr.

Michael.reply
17. Mai 2018 at 21:02

tja..auch uns hat es erwischt..
wir fliegen jetzt am 27.05.18 von Stuttgart nach Kos.. Wir haben im Januar Th.Cook / Condor gebucht.im Februar wurde schon unser Rückflug von 21.00 auf 12.20 vorvelegt obwohl wir mehr für den späteren Flug bezahlt haben
also volle 9 Stunden da unser Flug weg ist..nun am 12.05.18 kommt neue Reisebestätigung das nicht Condor sondern auch Avion Express hin wie zurück fliegt.wenn ich das hier lese,dann Frage ich mich echt; Fliegt Condor überhaupt noch selbst????wir haben EXTRA Condor gebucht.
das grenzt …..meiner Ansicht nach!!!!…an „legalem“ Betrug am Kunden. bisher auf Schreiben/Mails keine Stellungnahme vom Reiseveranstalter noch sonstiges.auch Das Reisbüro findet das dreist. werden jetzt zwar mit mulmigen Gefühl (nach diesen unglaublichen Vorberichten)den Urlaub antreten, aber Rechtserkundigungen habe ich mir schon geholt.SERVICE geht anders…
WIR JEDENFALLS WERDEN NIE MEHR CONDOR BUCHEN:

Stefan Schollreply
26. Mai 2018 at 17:23

Leider macht man sich erst nach so einem abenteuerlichen Flug im Internet schlau.
Irgendwann ist Condor aber nicht mehr als sichere Marke sondern als Alptraum im Kopf der Menschen.Den Rest regelt sich dann von alleine.

Martinezreply
8. Juni 2018 at 22:02

Lieber Herr König , besten Dank für Ihre treffenden Worte ! Aktuell haben wir eine 22 stündige Verspätung mit Condor bzw Avion Express hinter uns . Das unsere Reise nicht mit Condor stattfindet haben wir erst in dem alten , versüfften Flieger erfahren !! Wir waren auf dem Rückflug von Antalya nach Stuttgart in Belgrad notgelandet da die Scheibe vom Cockpit aufgrund defekter Wärmstäbe gecrackt ist . In Belgrad waren wir auf uns selbst gestellt und wurden unmenschlich behandelt . Wir sind fix und fertig und die Erholung unseres Urlaubes ist futsch . Nie wieder werden wir mit Condor fliegen !!!! Lieber bleiben wir zuhause . Wir wünschen uns dass noch mehr Menschen über diese Frechheit von Condor erfahren und diese Fluggesellschaft künftig nicht mehr gebucht wird !

Frieder Henrichreply
11. Oktober 2018 at 19:26

Auch wir wurden von Condor hinters Licht geführt, für dumm verkauft.
Mit keinem Wort wurde in den Unterlagen erwähnt, dass der Flug DE 1524 am 26.09.2018 von Stuttgart nach Palma, nicht von Condor durchgeführt wird.
Auf dem Flugticket ist eindeutig als Beförderer die Condor aufgeführt. Wir waren absolut irritiert, als wir auf unseren Bordkarten ´Operated by Avion Expess´ lesen mussten.
Wir haben mit Condor bewusst eine namhafte Airline gebucht, haben bei vielen Flugreisen, auch in die USA nur gute Erfahrungen gemacht, und wurden nun von einem litauischen Billigflieger nach Palma geflogen, wir waren sauer.
Bei einem 2-stündigen Flug kann man sicherlich auf Entertainment verzichten, allerdings sollte der Fluggast der Airline ein kostenfreies Getränk wert sein.
Der betagte Airbus 320 nachte einen schlechten Eindruck, die Crew konnte kein verständliches deutsch sprechen, was bringen dann Sicherheitshinweise?
Man fühlt sich einfach unwohl. Ungewöhnlich laute Turbinengeräusche während des gesamten Fluges waren sehr störend, als dann über der Bucht von Palma beim Landeanflug das Fahrwerk ausgefahren wurde, rutschte einem das Herz in die Hose, denn solche knarrende und mahlende Geräusche habe ich noch nie in einem Flieger hören müssen, da macht man sich schon Sorgen. Der außergewöhnliche Flug war aber noch nicht zu Ende. Die Cockpitcrew, man weis ja nicht wer die Maschine steuerte, kam etwas zu hoch rein, setzte dadurch mit einem gewaltigen Rums auf die Landebahn auf, die Bremswirkung durch den Schubumkehr reichte nicht aus und man betätigte die Räderbremse, dass die Passagiere nach vorne in den Sicherheitsgurt geschleudert wurden. So etwas brauchen wir nicht noch einmal.
Wir werden nicht mehr Condor buchen – Finger weg bei manchen Strecken.
Fairnees halber möchte ich erwähnen, dass der Rückflug 1525 nach Stuttgart keine besonderen Auffälligkeiten bot, das Fluggerät war extrem eng bestuhlt, bei weitem nicht auf dem heute üblichen Standard, der Service schlecht.

Kirschtreply
24. Oktober 2018 at 17:13

Reklamationsschreiben an Condor 22.10.2018
Wir haben bei Codor gebucht und bezahlt (Premium).Wir wurden nun schon im 2. Jahr von Avion Express geflogen. Anscheinend ist das bei Condor jetzt die Regel. Wenn wir Codor buchen, wollen wir original von Codor geflogen werden. Beim Rückflug (19.10.2018) wurde von Avion Express eine Maschine eingesetzt, die außer Passagieren nicht einen Koffer zusätzlich transportieren konnte. Die Flughafen-Stewardessen in Stuttgart am Gepäckband bestätigten, das sei bei dieser Maschine immer so. Alle Passagiere erhielten ein Formular für eine „Gepäcksuchmeldung“ und den Hinweis, die Koffer würden an die Heimadresse angeliefert! Condor weiß doch, dass alle Koffer in Lanzarote stehengeblieben sind, alle Daten über das Gepäck sind im PC gespeichert und Ausdrucke an den Koffern befestigt!
Nach dem Ausfüllen der Suchmeldung im Internet (ca.1Std. Arbeit), war die Rubrik Koffer am Flughafen abholen fest vorgegeben und nicht wechsel bar. Eine tolle Leistung für den Premium-Tarif ! Wir fühlen uns von Condor betrogen! Die meisten Ansagen der Bordcrew und auch die Sicherungsunterweisung wurden in akustisch unverständlichem Englisch genuschelt. Warum wird das bei 100% deutschen Passagieren diesen zugemutet? Das Essen auf dem Rückflug war mangelhaft (Schnitzel mit angebrannten Kartoffel, kein Salat oder Gemüsebeilage). Was ist mit der Condor los? Nur noch Gewinnmaximierung ? Wir fliegen seit 30 Jahren jedes Jahr, aber wir haben noch nie so eine mangelhafte Leistung mit so viel Geld bezahlt. Muss man schon zufrieden sein, wenn der Flieger nicht aus Altersschwäche abstürzt ?
Wie können wir in Zukunft buchen und sicher sein mit Condor zu fliegen und nicht mit irgendeinem Sub-Flieger?
Wir bitten die Codor-Fluggesellschaft um schriftliche Stellungnahme.
MfG
M. K.

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