André Rieu verunstaltet Händels Hallelua

Mein Heiligabend-Alptraum: Da war er wieder, der unvermeidliche André Rieu. Du kannst dem bonbonfarbenen Johann-Strauß-Orchester in der Weihnachtszeit nicht entrinnen.

Ich traue mich ja gar nicht, zu schreiben, wie es bei ihm wirklich ist. Wegen seiner Millionen Fans. Ich hatte ihn zweimal schon in Saarbrücken gehört. Letztens in der Trierer Arena war die Akustik so hundsmiserabel, dass man das Wahre hinter der schönen Fassade gehört hat. Welch mittelmäßige Stehgeigerei! An der Rampe Kitsch pur.

Und diesmal? Weihnachtskonzert in Maastricht. Ein Händel-Halleluja, das ich so noch nie gehört habe: gefühllos, auseinanderfallend, schnell und schrecklich.

Hach, wenn es doch gelingen würde, all die Bonbon-Süß-Konzert-Besucher mal für richtige Orchester mit erstklassigen Dirigenten und richtig guten Violinisten und Solisten begeistern zu können.

Keine Angst: Ich will niemanden bevormunden, im Gegenteil. Ich bin für die Freiheit der Kunst. Wenn wenn der Rieu eben ankommt, dann kommt er eben an.

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