2018 – Ich denk‘, es war ein gutes Jahr…


Liebe Freundinnen und Freunde,
„ich denk’, es war ein gutes Jahr“ singt Reinhard Mey auf seiner Platte (- Sie wissen: das waren die schwarzen Scheiben aus Vinyl –) „Ich wollte wie Orpheus singen“. Dabei hat das Lied einen sehr melancholischen, ja traurigen Grundton. Wer erlebt nicht diese melancholischen, traurigen, schwierigen Phasen? „Sind ein paar Hoffnungen zerronnen? War dies und jenes Lug und Trug?“ fragt „Orpheus“ Reinhard Mey. Aber es endet gut, das Jahr.
Und so war es auch bei mir, so war es auch bei uns.
Der Tod meines Vaters im Januar hat mich, hat uns als Familie sehr getroffen. Alter spielt dabei keine Rolle. Die Trauer muss man verarbeiten. Das schmerzt und bedrückt. Aber es gehört zu den existenziellen Erfahrungen.
Doch liegen Trauer und Glück oft dicht beeinander.
Da ist das Enkelglück.
Es ist mehr als nur „das Glück des Augenblicks“, von dem Udo Jürgens singt, es ist schon ein Hauch von Seligkeit und Ewigkeit. Klingt pathetisch, ist aber sehr emotional und hat uns aufgebaut.
Und so hat jeder seine Höhen und Tiefen im Jahr.
Seine Magic Emotions.
Seine Erfolge.
Da hatten wir große.
Ich sage nur: Höll-Gelände. Nach 17 Jahren.
Und ganz persönliche. Mit 94 Prozent für eine weitere Amtszeit nominiert zu werden, ist großartig.
Ich denk’, es war ein gutes Jahr. Wir sind „Engagierte Stadt“, der ASB Illingen hat einen der „Willkommenspreise des Saarlandes gewonnen“, wir haben drei Feuerwehrautos gekauft, wir haben Vereine gefördert, die Schule Uchtelfangen saniert, die evangelische Kirche hat 25 Kindergartenplätze neu geschaffen, weitere im katholischen Kindergarten werden folgen, bei der Illtalhalle sind die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten an eine Firma aus Hüttigweiler vergeben worden, die Brauturmgalerie hat die erste und schwierigsten Etappe geschafft, das Kulturprogramm in der Illipse hat landesweit positive Schlagzeilen gemacht, die Beschäftigtenzahl in Illinger Betrieben ist auf Rekordniveau.
Und bei der Kaufkraft werden wir jetzt zulegen, weil wieder ein Vollversorger täglich für Umsatz sorgt, während Leerstände in der Hauptstraße weg sind.
Es ist Bewegung in der Gemeinde. Wir investieren, und wir zeigen, wie man Zukunft schaffen kann. Dafür muss man sich abrackern. Das tun wir jeden Tag.
Ich glaub’ es war ein gutes Jahr.
Und 2019 heißt es „Trommeln für Illingen“. Mit diesem Motto steigen wir ein ins neue Jahr. Schon beim Neujahrsempfang in der Illipse wird für Illingen getrommelt. Wir setzen aber auch auf interkommunale Zusammenarbeit. Wenn wir den Großen Konkurrenz bieten wollen, müssen wir Allianzen schließen: mit Merchweiler, Schiffweiler und Eppelborn.
Jeder ist eigenständig, jeder hat seine eigenen Profile. Aber dort, wo wir kooperieren können, tun wir dies. Und wo wir Alleinstellungsmerkmale haben, bauen wir sie aus. Es geht immer weiter. Wir setzen Zeichen und schlagen Pflöcke ein.
„Trommeln für Illingen“, das klingt ziemlich spektakulär und laut.
Natürlich machen wir im Stillen unsere Arbeit. Das ist unser Job. Den erfüllen wir akribisch, dafür sind wir bekannt. Wir wissen, wo es Zuschüsse gibt, wir wissen, wie man Großprojekte stemmt, wir wissen, wie man mit Investitionen Arbeit und Werte schafft. Regionale Wertschöpfung nennt man das. Heimat-Shopping trägt dazu bei. Und kommunale Investitionen.
Aber um in der schrillen Medienwelt aufzufallen, muss man manchmal auch lauter trommeln. Da genieren wir uns überhaupt nicht.
Danke allen, die uns im abgelaufenen Jahr geholfen haben. Sie waren uns eine große Unterstützung. Danke vor allem Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Vereinen sowie den Kirchen. Danke auch allen Privaten und Initiativen.
Und danke der Wirtschaft, den Behörden und den Ehrenamtlern.
Ihnen sagen wir danke am 5. Januar beim Neujahrsempfang, wenn wir „trommeln für Illingen“.
Ich denk’ es war ein gutes Jahr. Singt Reinhard Mey in einem schon ziemlich alten Lied. Es endet mit den Versen:
Du kommst, den Arm um mich zu legen,
streichst mit den Fingern durch mein Haar:
„Denk dran, ein Holzscheit nachzulegen…
Ich glaub’, es war ein gutes Jahr“.
In diesem Sinne ein gutes Jahr 2019. Und bleiben Sie gesund. Wir wollen trommeln für Illingen.
Ich denk’ es WIRD ein gutes Jahr.
Ihr und euer Armin König

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