Umweltschweinereien der CSU

Foto: Dr. Armim König (selfi)
GUTEN MORGEN, IHR ALLE,
es war tatsächlich viel zu harmlos, was ich über die CSU geschrieben habe. Die AntiÖkoSchweinereien der CSU sind illegal. Meine ich. Und dass sie rechtswidrig sind, bekräftigt der Bundesumweltminister. Sagen die Verbände. Schreiben die Medien, die nicht auf BILD, WELT- UND NIUS-Schiene der Trumpisten und Magas und der elitär-dödelhaften Kristina Schröder (ich habe ihre sehr schwache Doktorarbeit rezensiert) fahren*.

Hintergrund der Kommentare ist das jährlich unheilige Kloster-Seeon-Treffen der CSU-Oberen.
Zur Einordnung: Die CSU kommt Bund gerade mal auf rund 6,6 Prozent der Wählerstimmen. Der Stimmanteil der CSU steht in einem eklatanten Missverständnis zum Einfluss. Und der wird genutzt, um NGOs zu kujonieren, Umweltverbände zu attackieren, Bürgerinitiativen das Leben schwerzumachen und Öko-Politik und Grüne zu diffamieren.
Die größte SAUEREI unter den Kloster-Seeon-Beschlüssen sind die ANTI-UMWELT-Vorschläge: Weg mit dem Verbandsklagerecht, weg mit den Klagemöglichkeiten, weg mit den Bürgerinteressen, weg mit Natur, weg mit den lästigen Tieren. Und das Klima ist ja auch nur Wetter.
Heute berichtet auch die FAZ (Katja Gelinsky) über die Beschlussvorlage der CSU-Landesgruppe zur Abschaffung des Verbandsklagerechts der Umweltverbände, um angeblich „die Modernisierung des Landes voranzubringen“. Was für ein Schwachsinn.
UMWELTSCHWEINE-reien, möchte man da rufen.
Das Umweltministerium von Carsten Schneider (SPD) wies die CSU-Forderung zurück: „Ohne die Möglichkeit von Verbandsklagerechten unterläge ein Großteil des Umweltrechts nicht der gerichtlichen Kontrolle“. Das Ministerium verwies zudem auf Vorschriften des Unions- und Völkerrechts, die ein Klagerecht von Umweltvereinigungen vorsehen. Wie der EuGH festgestellt habe, werde Deutschland diesen Vorgaben noch nicht gerecht. Das Umweltministerium hat deshalb im Juni 2025 einen Gesetzentwurf zur Ausweitung des Umweltrechtbehelfsgesetzes vorgelegt.
Meine Meinung als Christ und Demokrat und Sozialmensch und langjähriger (nun ex-)Christdemokrat:
Treffen sich die elitären Großkopferten der CSU, darunter wohl auch ein paar Super-Verdiener, ausgerechnet im Kloster, um Teufeleien auszuhecken. Seeon soll eigentlich den Ablass für schweren Sünden bringen. Kann man ja immer noch kaufen. Und gleichzeitig begeht man Todsünden am heiligen Ort. ich meine: Das sind Teufeleien vor allem älterer elitärer Männer, die sich einen Dreck um kommende Generationen scheren.
Unchristlich bis zum Fegefeuer. Wie scheinheilig ist das denn?
Statt nachhaltiger Politik Beton, Asphalt, Versiegelung. Und MIni-Atomkraftwerke im Vorgarten des Nachbarn. Und bloß keine Endlagerstätte, keine Stromtrassen. Überschwemmungen, Orkane, Verheerungen nehmen die CSU-ler in Kauf, gegen jegliches Welt- und Europa-, Bundes und Landesrecht.
Ich frage mich immer, warum die CSU das macht?
Von wem werden die gesponsert?
Und dann habe ich mir die Zahlen angeschaut.
Hammer.
Die CSU erhielt seit dem Jahr 2000 insgesamt 51.020.985,78 Euro an Großspenden von jeweils über 10.000 Euro, davon 33.284.682,3 Euro von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden.
Das sind ja nur die Großspenden, nicht die „gestückelten“ unter 10.000 Euro, die es früher ja noch viel häufiger gab.
Die größten Spender der CSU von 2021 bis 2025 stammen hauptsächlich aus der Wirtschaft, insbesondere dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM). Es folgen die Verbände der Chemie-Industrie, Autohandel, Versicherungen (Allianz, Munich-Re). Da versteht man dann, warum die CSU gegen die strikte Einhaltung europäischer Wasser-, Umwelt- und Naturrichtilinien, gegen Verbandsklagen, für Verbrenner und für so genannte Eigenvorsorge bei den Renten (Versicherungen, Banken) ist.
Nur 22 Prozent der Einnahmen sind Mitgliedsbeiträge.
Nur eines verstehe ich nicht: Die Munich Re ist doch ein großer Rückversicherer. Die müssen doch zahlen, wenn es gigantische Umweltkatastrophen gibt. Das nagt doch am Gewinn. Aber die haben ja auch nur 150.000 Euro gespendet. Was ist das gegen die Riesenspenden des Verbands der Metall- und Elektroindustrie.
Da frage ich mich allerdings, warum die Elektrounternehmen zulassen, dass ihr Verband das Geld zum Fenster rauswirft, um Parteipolitik zu sponsern. Das ist in meinen Augen Untreue gegenüber den Mitgliedern. Es gab da spannende Urteile zu IHK-Aktivitäten…
Aber die Augen der Justiz sehen das in Bayern anders und sind zugedrückt. So wollen wir das als rechtmäßig ansehen müssen.
*Ich wollte zu Kristina Schröder eigentlich „dünkelhaft“ schreiben. Aber dödelhaft ist doch mal was Neues. Das geht auch nicht gegen die Ehre. Es beschreibt einfach den Eindruck, den ihr öffentliches Auftreten auf mich macht.